Tausende von Büchern in meinem Bücherschrank - aber manche lohnen sich, einfach noch einmal gelesen zu werden. Jeden Tag ein neuer Vorschlag für ungewöhnliche Lesestunden - Ein wildes Sammelsurium des geschriebenen Wortes.
Dieses mal eine Kurzgeschichten-Sammlung von 1975 (Deutschland: 1976):

Woody Allen: Ohne Leit kein Freud (Orig.: With Feathers)


Meine Wertung: Wertung: 5 von 5 Sternen

Als ich Ende der siebziger Woody Allens schmales Bändchen gekauft habe (Als Taschenbuchausgabe, lag irgendwo beim Kaufhof auf dem Wühltisch), kannte ich Woody Allen von Filmen wie Der Stadtneurotiker oder Machs noch einmal, Sam. Irgendwie hatte ich etwas in dieser Richtung erwartet. Bekommen habe ich ein Buch, das konzentrierten Nonsense enthält: 18 Geschichten (davon zwei Theaterstücke), deren Abstrusität oder Seltsamkeit in Handlung und Sprache alles schlug, was ich vorher gelesen habe. Ich habe das Buch seither immer mal wieder aufgeschlagen und gelesen, konnte aber mich bis heute nicht entscheiden, ob ich es hier mit einem tieferen Sinn zu tun habe, oder mit absolutem Schwachsinn zur Verarschung der Leser.
Nun bin ich ein getreuer Verehrer von Woody Allen, so dass ich seither immer wieder die Hoffnung hege, den tieferen Sinn im Unsinn finden zu können.

Wie es der großen Zahl von amerikanischen Lesern gegangen ist, weiß ich nicht - das Buch war 1975 angeblich für 4 Monate auf der New York Times Bestsellerliste (aber nicht auf Platz 1 bis 10, dort habe ich es nicht gefunden). Unterhaltsam ist das Buch auf jeden Fall.
In Deutschland bei amazon.de als Gebraucht erhältlich, in den USA ist es tatsächlich in Neuauflage lieferbar.
Der Beitrag wurde am Donnerstag, 3. Februar 2011 veröffentlicht und wurde unter dem Topic 100 Buecher abgelegt.
'100 Books ~ Tag 6: Woody Allen - Ohne Leit kein Freud'

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