Sonntag, 30. August 2015
Meine Satire im Wirtschaftsmagazin INITIATIV 1/2015
Der Kredit
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in initiativ 1/2015

In Zeiten persönlicher monetärer Bedrängnis ist es für den Mitarbeiter eines Unternehmens ein immer möglicher, aber niemals einfacher Schritt, sich dem Chef des Betriebs anzuvertrauen und um eine diskrete Hilfe in Form eines Darlehens zu bitten. Doch durch die Entwicklungen der letzten Monate im Finanzsektor haben sich hier die Gepflogenheiten plötzlich gleichermaßen überraschend wie nachhaltig geändert…

Dem Chef fiel der Gesprächseinstieg seinem Mitarbeiter gegenüber sichtlich schwer. Nach dem Angebot von Kaffee und Gebäck und dem einleitenden philosophieren über die allgemeine europäische Wirtschaftslage, die Kriegsgefahr im Nahen Osten sowie die Tabellensituation von Borussia Dortmund kam (...)
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Shopping - meine Satire in VorSICHT April 2015
Shopping
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 4/2015

Seit neuestem hat das Internet eine neue Zielgruppe gefunden: Mann und Mode. Was Zalando oder ähnliche Mode-Unternehmungen für die Frau anbieten, soll jetzt auch den Mann kleidertechnisch beglücken. Für mich kommt so etwas überflüssiges natürlich überhaupt nicht in Frage!

Beim gelangweilten Betrachten der Fernsehwerbung, kurz bevor die actiongeladene Ermittlungsarbeit New Yorker Polizeioffiziere endlich wieder ihren Fortgang nehmen durfte, erstarrte ich plötzlich.
In einem Werbespot blickte mir ein geradezu aus dem Gesicht geschnittener Mann (jung, dynamisch, attraktiv) direkt in die Augen, (...) Die ganze Satire hier
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Dienstag, 9. Juni 2015
Die Apple Watch
Eine Woche mit der Apple Watch
von Klaus Marion.




Die kleine Reportage
Eine Woche mit der Apple Watch

Meine Beziehung zu Armbanduhren war immer intensiv. Schon zu meinem 9. Geburtstag habe ich mir eine Uhr gewünscht – und zwar eine mit Stopp-Uhr-Funktion. Das war Anfang der Siebziger, und da gab es nur mechanische Armbanduhren – die Quarzuhr und die digitale Anzeige waren da noch ein halbes Jahrzehnt entfernt. Ich habe dann tatsächlich eine bekommen – einem günstigen Angebot im Quelle-Katalog und der Tatsache geschuldet, dass meine direkte Geburtstagsnähe zu Weihnachten ein wertmäßig verdoppeltes „gemeinsames Geschenk“ erlaubten.
Die Uhr verrichtete treue Dienste (auch wenn sie am Tag ein bis zwei Minuten falsch ging und jeden Morgen aufgezogen werden musste.
Die nächste Steigerung erfolgte 5 Jahre später, als ich mir zur Konfirmation eine der ersten LCD-Armbanduhren in Edelstahllook schenken ließ. Der ganze Artikel hier
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Dienstag, 26. Mai 2015
Die Fahrt zur Arbeit - meine Satire in VorSICHT März 2015
Berufspendler
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 3/2015

Jetzt mit Video-Trailer!




Du, lieber Leser, planst also einen lukrativen Arbeitsplatzwechsel, der mit einem täglichen Pendeln zwischen Heimatort und der Stelle beruflichen Wirkens verbunden ist? Gar über die Autobahnen ins Rhein-Main-Bermudadreieck zwischen Mainz, Wiesbaden und Frankfurt?
Du hältst das für eine gute Idee und freust Dich schon auf Deine entspannende tägliche Autofahrt?
Dann hast Du keine Ahnung!


Lass es Dir von einem altgedienten Fahrensmann sagen: Das erste, was dem Neupendler bei der Fahrt Richtung neuer Arbeitsstätte auffällt, ist der Verkehr. Nicht, dass morgens oder abends viel Verkehr wäre. Nein!
Es herrscht das reine Chaos! Als Du voller Optimismus an einem Sonntag probeweise nach Frankfurt gefahren bist, hast Du Dich noch gewundert, wofür die vielen Fahrspuren bei so wenigen Autos eigentlich gut sind. Jetzt, um 7:30 Uhr an einem beliebigen Montagmorgen, weißt Du es: Sie nehmen die zehntausende stehender Autos auf, deren Fahrer auch einmal so naiv wie Du waren.
Natürlich könntest Du auch erst um 11 Uhr zur Arbeit fahren. Da ist wenig los. Oder schon um 15 Uhr wieder den Rückweg antreten. Da ist auch wenig los. Wäre da nicht Dein Chef, der das überhaupt nicht lustig findet. (...) Die ganze Satire hier
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Montag, 25. Mai 2015
Es leuchtet ! - Weihnachtssatire 2014 in der VorSicht
Es leuchtet
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 12/2014

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit stellt sich wieder die alles entscheidende Frage: Wir schmücke ich meinen Weihnachtsbaum?
Neben den möglichen Standardvarianten wie Naturbaum mit Strohsternbasisbeschmückung oder die exzessive Verwendung von Lametta, gibt es da noch die Grundsatzfrage über die Art der Beleuchtung: Elektro oder Kerze?


Einige Jahre lang hielten wir es mit der basisökologischen Fraktion der Echtkerzenverwender. Wunderbar duftende Bienenwachskerzen, die mit flackernden Licht des Wohnraum erhellen, süßlich anheimelnd duften und mit ihrer (...) Die ganze Satire hier
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Es lebe der Fortschritt - Satire 01/2015 in der VorSICHT
Es lebe der Fortschritt
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 1/2015



Der technische Fortschritt hat uns in den letzten Jahren Dinge beschert, die vor vielen Jahren noch locker als völlig unglaubwürdige Science Fiction durchgegangen wären.
Telefone zum überall hin mitnehmen, jederzeit aufrufbare Streaming-Filme, als Touchscreen-Tablets herumtragbare Minicomputer und Markierungsspray für Bundesligaschiedsrichter.
Doch mancher Fortschritt kann selbst mich noch überraschen...


Am letzten Mittwoch klingelte während der Arbeit mein Telefon. Die auf dem Display angezeigte Frankfurter Nummer war mir nicht geläufig, und so nahm ich das Gespräch mit einer gewissen Vorsicht entgegen: „Hallo?“
Eine freundliche Stimme meldete sich am anderen Ende
„Hallo, hier ist Ihre Bad Kreuznacher Autoniederlassung. Ihr Auto hat bei uns angerufen und einen Termin vorreserviert. Ich wollte mal nachfragen, ob Sie das Datum bestätigen können?“
Ich starrte auf das Telefon.


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Das Ferienhaus - meine Satire aus VorSicht 11/2015
Das Ferienhaus
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 11/2014

Vor langen Jahren, in den finsteren Zeitaltern, verlief die Buchung eines Urlaubsdomizils immer auf die gleiche Art: Im Reisebüro las ein mehr oder weniger gelangweilter Angestellter des Unternehmens die knappen, begeisternden Zeilen des angebotenen Objektes vor ("…traditionelles und romantisches Ferienhäuschen mit Meerblick"), man buchte das in einem dicken Katalog verschwommen in Briefmarkengröße abgebildete Objekt, um dann vor Ort festzustellen, dass sich zwischen dem baufälligen Haus und dem Strand eine 8-spurige Fernautobahn befand.

Dann kamen das Internet und die Onlinekataloge. Endlich konnte man das ins Auge genommene Cottage mit vielen Bildern von außen und innen genau betrachten und die Anmietung überlegt abwägen. Nach langem nachdenken wurde dann das Häuschen mit den hübschesten Bildern gebucht - um dann festzustellen, dass überraschender Weise die zwei 20-stöckigen Hotelhochhäuser sich immer gerade 10 cm (...) Die ganze Satire hier
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Freitag, 3. April 2015
Gut gefrühstückt - Satire in VorSicht 10/2014
Gut gefrühstückt
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 10/2014

Als Geburtstagsgeschenk für den Partner ist der Besuch eines Musicals eine wunderbare Angelegenheit. Nicht nur, dass man dem Beschenkten eine wirkliche Freude machen kann, nein, man hat selber noch die Gelegenheit, ebenfalls dem Ereignis beizuwohnen und unternimmt dazu noch einen interessanten Ausflug.
Manchmal mit ganz besonderen Erlebnissen…


So hielt ich dies auch beim letzten Geburtstag meiner Frau.
Um dem eindringlichen Musicalerlebnis eines an künstlichen Lianen schwingenden kommunikativ beeinträchtigten Urwaldmenschen noch einen besonderen Pluspunkt zu geben, buchte ich auch eine zugehörige Übernachtung hinzu, welches die Romantik des Abends unterstützen und gleichzeitig wirkungsvoll verhindern würde, zu nächtlicher Stunde auf hässlichen deutschen Autobahnen die Heimfahrt antreten zu müssen. (...) Die ganze Satire hier
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Handy - Satire aus VorSicht 8/2014
Handy
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 8/2014



Es dauerte eine Weile, bis mir im Supermarkt meines Vertrauens auffiel, wie viele Personen während ihres Einkaufs mit Ihrem Handy oder Smartphone telefonierten.
Nun ist das ja eigentlich nicht wirklich etwas Besonderes: Auf jedem Bürgersteig oder in jeder Fußgängerzone kann man beobachten, wie viele entgegenkommende Mitmenschen mit ihrem Handy telefonieren.


In Zeiten immer kleiner werdender Handys war dies eine besonders komisch anmutende Erscheinung: Die betreffende Person sah dann so aus, als ob sie mit der flachen Hand verzweifelt gegen ihre akuten Ohrschmerzen angehen würde.
Seit Smartphones wieder größer werden, sieht es jetzt eher so aus, als ob man sich ein Taschenbuch ans Ohr halten würde. Aber – und das wurde mir plötzlich bewusst – es sind meist Frauen, die sich da während des Gehens mit einer Person am anderen Ende angeregt unterhalten.
Natürlich nicht ausschließlich: Es gibt auch ab und an Männer, die unterwegs ein Gespräch führen. Meist recht laut, und für alle zum Mithören. (...) Die ganze Satire hier
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Sonntag, 18. Januar 2015
Buchbesprechung: Ann Leckie - Die Maschinen
Die Maschinen
(Originaltitel: Ancillary Justice / Imperial Radch, Book 1)
von Ann Leckte
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Februar 2015)
ISBN-13: 978-3453316362
Ann Leckie
Ancillary Justice
(dtsch: die Maschinen, Heyne-Verlag, Februar 2015)

Mit „Ancillary Sword“ ist inzwischen Ann Leckies zweiter Band der Reihe „Imperial Radch“- Reihe erschienen, und er kam 2014 auf den Markt, bevor ihr erster Band „Ancillary Justice“ in London beim Wordlcon mit deutlichem Abstand den HUGO gewann, nach Nebula-Award und dem Arthur C. Clarke Award für dieses Werk.
Fortsetzungen von großen SF-Romanen sind immer so eine Sache, und so möchte ich später in einer weiteren Besprechung diskutieren, ob es der Autorin denn gelungen ist, die Qualität des ersten Bands in den zweiten Band zu retten.

Doch da der erste Band erst noch in Deutsch erscheint, hier eine Besprechung über den im Februar in Deutsch erscheinenden ersten Roman.
Einem Meisterwerk.

Ann Leckies 2013 veröffentlichter Roman „Ancillary Justice“ (etwa: Hilfskräfte - Gerechtigkeit, deutscher Titel: Die Maschinen) ist eine seltene Perle. Als ich den Roman vor über einem Jahr zum ersten Mal gelesen hatte, kam bei mir schon nach 10 oder 20 Seiten dieses Gefühl hoch: Wow! Was für ein Buch!
Solche Momente habe ich bei SF-Romanen über die Jahre ab und zu einmal gehabt. John Brunners „Morgenwelt“ war so ein Kandidat. Oder William Gibsons „Neuromancer“. John Varleys „Der Satellit“. Oder auch aktuell Charles Stross’ „Equoid“. (...)
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Montag, 22. Dezember 2014
Krankheitsfall - Satire aus Initiativ 4/2014
Krankheitsfall
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in initiativ 4/2014

Zu den von Chefs nicht geliebten, aber besonders zur herbstlichen Jahreszeit häufig eintretenden Alltagsereignissen gehört die Erkrankung von Mitarbeitern. Seltsamer Weise passieren derartige personelle Ausfälle immer dann, wenn das Fehlen wegen wichtiger Ereignisse (Terminaufträge, Präsentationen, Messeauftritte) nun überhaupt nicht in den geplanten Betriebsablauf passt. Kein Vorgesetzter ist über so etwas begeistert, und das weiß auch der Mitarbeiter. Mitarbeiter entwickeln dabei ganz unterschiedliche Verhaltensstrategien im Umgang mit dem krankheitlichen Ungemach, die aber vom Vorgesetzten oftmals völlig falsch verstanden werden.
Initiativ, die Fachzeitschrift für Mitarbeitertypologie und -psychologie, bietet daher hier als Service die ultimative Beschreibung der Mitarbeiterstrategien bei Krankheiten.


Der Supermann
Mitarbeiter dieses Typus wissen im tiefsten inneren ihres Herzens, dass sie nie krank werden können. Rötlicher, pickeliger Ausschlag auf den Armen? (...)
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Sonntag, 21. Dezember 2014
Es geht ganz schnell - Satire aus VorSicht 7/2014
Es geht ganz schnell
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 7/2014

Seit einiger Zeit geben sich unsere Supermärkte alle Mühe, den Einkauf für den gestressten Kunden so schnell und so effizient wie möglich zu machen. Breite Gänge, klar sortierte Warenregale. Doch dann kommt die Kasse…

Der Anruf meiner Familie erreichte mich kurz vor dem Eintreffen zu Hause. Ob ich denn noch einen kurzen Stopp beim Supermarkt einlegen könne – einmal Tomatenmark sowie ein Becher Sahne würden noch benötigt werden, damit das Abendessen vollendet werden könnte. Und ich solle mich beeilen, damit ich den gleich beginnenden Krimi nicht verpassen würde. (...)
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Mittwoch, 29. Oktober 2014
Germany - Memories of a Nation
Podcast-Logo BBC4 Germany - Memory of a NationVielleicht muss man Ausländer sein, um einen objektiven Blick auf die Geschichte Deutschlands werfen zu können,ohne dass Erster und (besonders) zweiter Weltkrieg und alle damit verbundenen Greueltaten nicht die Frage "Was ist Deutschland für ein Land" bzw. "Was bedeutet es, Deutscher zu sein" in den Hintergrund treten zu lassen.

Der renomierte Direktor des British Museums, Neal McGregor, versucht mit der
Ausstellung Germany - Memories of a Nation sich dieser Frage zu nähern:
Wer sind denn eigentlich diese Deutschen? Und warum sind sie so, wie sie sind?
Ob VW-Beatle, Dürer, Luther, die Erfindung der Buchdruckkunst durch Gutenberg - er versucht sich anhand von Personen, Dingen und Ereignissen in einer Ausstellung dieser Frage zu nähern.
Bemerkenswert ist aber die (...)
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Dienstag, 21. Oktober 2014
Es stinkt zum Himmel ! Satire aus VorSICHT 6/14
Es stinkt zum Himmel!
von Klaus Marion.
Veröffentlicht in VorSICHT 6/2014

Unter diesem gleichermaßen programmatischen wie wahren Titel hätte man jahrzehntelang ausschweifende Berichte über die unhaltbaren Zustände der Toiletteninstallationen in manchen deutschen Gaststätten und Kneipen schreiben können.

Über die Toiletten in deutschen Lokalen habe ich in langen Jahren der investigativen Satire trotzdem nie ein tieferes Wort verloren. Warum sollte ich auch? Ihr oftmals katastrophaler Zustand und die schrecklichen sanitären Bedingungen nahm man so schicksalsergeben hin wie Vulkanausbrüche oder die allgemeine Unfähigkeit von Politikern: Traurig, aber naturgesetzlich leider nicht zu ändern.
Dabei sollte in fairer Weise hinzufügt werden, dass ich hier naturgemäß nur von den für den männlichen Teil der Bevölkerung bereitgestellten Einrichtungen sprechen kann. Ganz selbstverständlich ging ich jedoch immer davon aus, dass der weibliche Teil der Bevölkerung genauso davon betroffen ist. (...)
Die ganze Satire hier
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